KUNSTRAUM LUV
Der Kunstraum LUV wurde im August 2004 von Inga-Lisa Burst und Susanne Freibichler in der Karlsruher Oststadt eröffnet. Zwei Jahre lang organisierten die Gründerinnen monatlich wechselnde Ausstellungen von jungen Künstlern und Designern in Ihren Räumlichkeiten. Von Malerei über Mode bis hin zur skateboarding artshow waren unterschiedlichste Ausstellungen im Kunstraum LUV zu sehen.
Teil der Skateboard-Kultur ist – und war immer – die grafische Gestaltung. Längst haben sich ästhetische Merkmale der Skateboard- Kultur auch in anderen Bereichen etabliert. Im Kunstraum LUV waren Fotos, Shirt- und Skateboard-Grafiken, Videos, Plakate, Zeichnungen und Bilder zu sehen, die sowohl von Skatern als auch Grafikern der Karlsruher Skatesszene stammen. Überdies wurden einige ‚Klassiker‘ ausgestellt, um die historische Entwicklung der Skate-Ästhetik aufzuzeigen.
BACK TO THE CITY – SKATEBOARDING ARTSHOW
Hannes Hengst
Ihre meist großformatigen Arbeiten bewegen sich malerisch zwischen klarem Realismus und symbolischer Abstraktion. Sie sprechen von dem Verhältnis Raum und Individuum, welches sich zwischen Schwerelosigkeit und Standhaftigkeit bewegt. Durch das sich durchgängig wiederholende Motiv des Selbstportraits wird die Figur zu einer Variablen für den Menschen. Donna Stolz malt den lebensgroßen Menschen in seiner Umwelt – in einem Umraum, der zum Gedankenraum wird.
WIEDER MAL ALLES NEU
Donna Stolz
Hier wird Mode nicht als Trendobjekt präsentiert. Es geht um individuelle Kleidung, die der Kunst näher steht als dem Massenprodukt. Der Ausstellungstitel IN_ZWISCHEN, (Markert & Kraft) transportiert die Auffassung der Beschichtung des Körpers, der damit buchstäblich zum Bedeutungsträger wird. Julia Lein stellt ihre Arbeiten unter der Thematik TWO FOR ONE vor. Geteilte Kleidungsstücke werden so kombiniert, dass aus zwei Teilen ein neues Kleidungsstück entsteht. Julia Lein dekonstruiert die Auffassung von Kleidung als Medialität und das Verwandlungspotential von Kleidungsstücken
TWO FOR ONE – INZWISCHEN
Julia Lein, Monika Markert & Manuela Kraft
Claudia Milić rasiert Männern Zeichen in Ihre Brustbehaarung, pflegt ihre eigenen behaarten Beine bei der Morgentoilette und schaut sich selber in den Spiegel. Claudia Milić, die als Schmuckgestalterin arbeitet, hat sich die Körperbehaarung zu ihrem Thema gemacht. Sie stellt die natürliche Behaarung der normativen Makellosigkeit gegenüber, wie sie von Medien und Industrie propagiert wird. Mit einem Augenzwinkern möchte sie dem Betrachter einen humorvollen Umgang mit seinem Körper empfehlen und ihm einen kritischen Zugang zum Aspekt der Scham und Peinlichkeit innerhalb des Leiblichkeitsdiskurses ermöglichen.
ME AND MY PELT
Claudia Milić
Atmosphärische Wirkung, Schwingung, Ausdruckskraft und Leichtigkeit, sowie der poetische Charakter der Arbeiten werden durch den Einsatz der Zeichenmittel wie Tusche, Bleistift, Holzbuntstifte, Pastellkreiden und Aquarell erzeugt. Die Bewegung im Farbauftrag schafft dynamische Übergänge, verleiht der Malerei Spontaneität und formt den Charakter der Arbeiten. Die Nachvollziehbarkeit des Malaktes verleiht den Arbeiten Präsenz und macht sie zu Gesten.
MALAKT MAL AKT
Kerstin Burst
Die Irre, das ist ein Ort, an dem die uns bekannten Normen außer Kraft gesetzt sind. Irrtum und Wahrheit sind dort nur Geschichten, die wir über die Welt erzählen. Aus diesen Geschichten entstehen die Arbeiten von Anja Majer als Erinnerungen an andere Zustände, an Aufhebung, Spott und Poesie.
IN DER IRRE ZU GAST
Anja Majer
Norden, Osten, Süden, Westen – wo sie auch gerade ist, sie bewegt sich mit wachem, klaren Blick an Orten, die man zu kennen glaubt – ohne zu wissen, wo diese sich eigentlich befinden. Eine persönlich definierte Erzähllogik wird durch die Bildtitel wiedergegeben. Begleitend zu den einzelnen Fotografien sind von Oliver Scheib Musikkompositionen geschaffen worden. So wird dem Betrachter über Kopfhörer die Möglichkeit gegeben, auch klanglich in die Bildwelt einzutauchen.
NIE OHNE SEIFE WASCHEN
Susanne Freibichler
Eine Treppe ist mehr als nur eine Verbindung zweier Ebenen. Eine Treppe kann das Emporsteigen wie das Hinabgehen zur Mühsal oder zum Genuss werden lassen. Sie kann ein willkommener Ort des Gehens – wie auch des Stehenbleibens – sein, ein Ort der Bewegung und Begegnung. Jede Stufe eröffnet eine neue Perspektive, die wie in einer Filmsequenz Schritt für Schritt ein neues Bild folgen lässt. In der Synthese der Treppenbilder entsteht schließlich die Dynamik des UP & DOWN
UP & DOWN
Fotoseminar am Institut der Grundlagen der Gestaltung (Fakultät für Architektur/ Uni Karlsruhe)
Oberflächenexperimente, Entschichtungen, Daseinsarchäologie: Auf der Suche nach der Unmittelbarkeit tauchen Zeichnungen auf und Enten unter. Wannendurchbrüche fokussieren die Skulptur, es gibt Zeichnungen auf Papier, Freibichler schwimmt mit sensorisierten Kunststoff-Enten und echten Federtieren. Burst bezeichnet Streichholzschachteln nach Tagesgewichtung, anschließend verknüpft sie das Bezeichnete zur Zeichnung im Wand-Boden-Behang-Format.
AUSGRABUNGEN
Inga Burst & Susanne Freibichler
take Off, eine Lesung von Isabel Bader: Wer kennt es nicht? Sich auf die Reise zu begeben. Die Koffer gepackt, schließt sich die Wohnungstür hinter einem und eine Rückkehr ist zwar geplant, aber doch immer in gewisser Weise ungewiss. Man lässt das Zuhause hinter sich. Macht sich auf in die Ferne. “take off” ist eine Reise, die im Kopf beginnt. Bilder, die Gedankenraum bieten, wo die Reise hingehen mag. Texte, die andere Welten zeigen und in andere Welten entführen.
TAKE OFF
Isabell Bader





















































